{"id":793,"date":"2023-02-17T14:52:31","date_gmt":"2023-02-17T13:52:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.iml.rwth-aachen.de\/?page_id=793"},"modified":"2023-02-17T14:56:29","modified_gmt":"2023-02-17T13:56:29","slug":"klockmann-fonds","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.iml.rwth-aachen.de\/?page_id=793","title":{"rendered":"Klockmann-Fonds"},"content":{"rendered":"<h1>Klockmann-Fonds<\/h1>\n<p>Mit Mitteln des Klockmann-Fonds sollen vorzugsweise akademische Veranstaltungen und die Teilnahme von Studierenden daran, Lehreinrichtungen oder wissenschaftliche Projekte des Institutes f\u00fcr Mineralogie und Lagerst\u00e4ttenlehre an der RWTH Aachen zum Nutzen der Studierenden der Aachener Geowissenschaften unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<table border=\"0\" align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><strong>Professor Dr. Friedrich Klockmann<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"center\"><img decoding=\"async\" style=\"border: 0pt none;\" src=\"http:\/\/www.iml.rwth-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/klockmann-208x300.jpg\" alt=\"Portrait Klockmann, 15 KB\" width=\"150\" height=\"217\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Friedrich Klockmann wurde am 12.04.1858 in Schwerin geboren. Er besuchte hier die damalige Gro\u00dfherzogliche Realschule 1.Ordnung und legte am 02.03.1877 die Reifepr\u00fcfung ab.<\/p>\n<p>Zum SS 1877 schrieb er sich an der Bergakademie Clausthal f\u00fcr das Bergfach ein. Im Herbst 1878 wechselte er an die Bergakademie Berlin. Neben dem Studium des Bergfachs h\u00f6rte er gleichzeitig Vorlesungen an der Universit\u00e4t zu Berlin \u00fcber Naturwissenschaften und Philosophie. Hier fasste er auch den Entschlu\u00df, das Studium des Bergfaches aufzugeben und Geologie und Mineralogie zu studieren.<\/p>\n<p>Mit Beginn des WS 1880 schrieb er sich an der Landesuniversit\u00e4t Rostock ein und promovierte am 09.12.1881 zum Dr. phil. mit einer Dissertation zu dem Thema: &#8222;Beitrag zur Kenntnis der Granitischen Gesteine des Riesengebirges&#8220;.<\/p>\n<p>Seine berufliche Laufbahn begann im Mai 1882 mit dem Eintritt in die K\u00f6niglich Preu\u00dfische Geologische Landesanstalt zu Berlin. Nach der Anfangszeit als Hilfsgeologe erfolgte am 01.04.1886 die Bef\u00f6rderung zum K\u00f6niglichen Bezirksgeologen. Die T\u00e4tigkeit bei der geologischen Landesanstalt erstreckte sich haupts\u00e4chlich auf Aufnahmen in der Mark Brandenburg und Provinz Sachsen.<\/p>\n<p>Im Herbst 1881 wurde er als Nachfolger seines fr\u00fcheren Lehrers, Bergrat Dr. phil. von Groddeck, als Lehrer f\u00fcr Mineralogie, Geologie, Versteinerungs- und Lagerst\u00e4ttenkunde an die K\u00f6nigliche Bergakademie Clausthal berufen. Hier brachte er 1891 die erste Auflage von &#8222;Klockmanns Lehrbuch der Mineralogie&#8220; heraus. Im Jahre 1892 wurde er zum Kgl. Professor ernannt. W\u00e4hrend seiner T\u00e4tigkeit in Clausthal widmete er sich in besonderem Ma\u00dfe der Untersuchung der Erzg\u00e4nge und der Geologie des Harzes und des Harz-Vorlandes.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 1899 folgte er einem Ruf an die Technische Hochschule Aachen als Ordinarius f\u00fcr Mineralogie und Petrographie, nachdem er einen solchen an die Technische Hochschule Hannover im Fr\u00fchjahr 1894 abgelehnt hatte. An der T.H. Aachen forschte und lehrte er mehr als 23 Jahre lang bis zu seiner Emeritierung am 1.10.1923. Von 1917 &#8211; 1919 bekleidete er das Amt des Rektor magnificus. In Aachen hat er auch die letzten 14 Jahre seines Lebens im Ruhestand verbracht.<\/p>\n<p>Die von Friedrich Klockmann ver\u00f6ffentlichten Arbeiten umfassen, au\u00dfer dem bereits erw\u00e4hnten &#8222;Lehrbuch der Mineralogie&#8220;, das Gebiet der Kristallographie und Gesteinskunde und vor allem die Lagerst\u00e4ttenlehre. Die ersten 10 Auflagen seines &#8222;Lehrbuchs der Mineralogie&#8220; bis 1923 konnte er selbst bearbeiten und herausgeben. Die 11. Auflage wurde von Professor Dr. Paul Ramdohr bearbeitet und im Jahre 1936 herausgegeben. Prof. Dr. Ramdohr war zun\u00e4chst Assistent, dann Nachfolger Klockmanns am Aachener Institut f\u00fcr Mineralogie und Lagerst\u00e4ttenlehre.<\/p>\n<p>Das verdienstvolle Wirken Klockmanns hat weite Anerkennung gefunden, zun\u00e4chst durch die Verleihung des Titels des Geheimen Regierungsrates im Jahre 1909. Die Bergakademie Clausthal verlieh ihm in Anerkennung seiner Verdienste um die F\u00f6rderung der Mineralogie durch Forschung und Unterricht am 25.07.1923 den Titel Dr. Ing. e.h. Auf Vorschlag von Professor Ramdohr wurde anl\u00e4sslich des 70. Geburtstages von Klockmann am 14.04.1928 das dem Covellin (CuS) isotype CuSe ihm zu Ehren &#8222;Klockmannit&#8220; benannt. Zu diesem Anlass wurde von seinen fr\u00fcheren Sch\u00fclern die &#8222;Klockmannstiftung&#8220; ins Leben gerufen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Klockmann-Fonds Mit Mitteln des Klockmann-Fonds sollen vorzugsweise akademische Veranstaltungen und die Teilnahme von Studierenden daran, Lehreinrichtungen oder wissenschaftliche Projekte des Institutes f\u00fcr Mineralogie und Lagerst\u00e4ttenlehre an der RWTH Aachen zum Nutzen der Studierenden der Aachener Geowissenschaften unterst\u00fctzt werden. Professor Dr. Friedrich Klockmann Friedrich Klockmann wurde am 12.04.1858 in Schwerin geboren. 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