Paläofluide in hydrothermalen Kluftfüllungen und Intergranularzementen der Aachener Geothermie-Bohrung "RWTH-1"

Projektteam: J. Kolb, F.M. Meyer, M. Lögering

Dieses Projekt ist eingebettet in das von der EU geförderte Geothermieprojekt "Super-C" mit einer Bohrung von etwa 2500 m Teufe (RWTH-1). Ziel ist die Ermittlung der physikochemischen Parameter, chemischen bzw. isotopengeochemischen Zusammensetzung und zeitlichen Entwicklung des Paläofluidsystems in der Aachener Region. Die methodische Vorgehensweise basiert auf einer systematischen und detaillierten Bestandsaufnahme der Paläofluide (Fluideinschlüsse) an Kernmaterial der Aachener "RWTH-1" Thermalbohrung. Hauptgegenstand der Untersuchungen bilden Fluideinschlüsse in Kluftmineralen und Intergranularzementen. Neben der genetischen bzw. relativen zeitlichen Einordnung der Kluftfüllungen mittels petrographischen und hochortsauflösenden geochemischen Analysen ist für die Analyse der Fluideinschlüsse die Mikrokryo -thermometrie und LA-ICPMS-Einzeleinschlussanalytik sowie die summenanalytische Erfassung von organischen bzw. anorganischen Komponenten und die Analyse der stabilen Isotope (δ13C, δ18O, δD) vorgesehen. Die physikochemischen Parameter der Einschlusslösungen erlauben die Identifikation und Charakterisierung von Paläofluidsystemen und lassen Aussagen über Herkunft und zeitliche Entwicklung der Fluide und der Paläotemperaturbedingungen zu. Weiterhin werden damit die Voraussetzungen geschaffen, diese Ergebnisse vergleichend mit den Ergebnissen der anderen Projekte dieses Bündelantrags und den vorhandenen Daten über Paläofluide und Aachener Thermalwässer im weiteren Umfeld der "RWTH-1" Thermalbohrung zu interpretieren.