simulierte Temperaturverteilung in einer Eruptionsäule mit Aschenstrom

PD Dr. Ulrich Knittel:
Vulkanismus

Lektion 5:
Plinianische Eruptionen


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Plinianische Eruptionen

Plinianische Eruptionen sind in Bezug auf die Fördermenge und die freigesetzte Energie, die gewaltigsten Eruptionen. Sie sind - neben den hawaiianischen Eruptionen - die klassischen Eruptionen. Namensgebend ist der von Plinius beschriebene Ausbruch des Vesuvs im Jahre 79 n.Chr.

Die plinianischen Eruptionen, die sich in historischer Zeit ereigneten und bei denen wenige Kubik-Kilometer Magma gefördert wurden, sind allerdings bedeutungslos im Vergleich zu den gewaltigen Ignimbrit-Eruptionen, die sich in prähistorischer Zeit ereignet haben und bei denen Hunderte von km3 Magma gefördert wurden. Über diese Eruptionen wissen wir vergleichsweise wenig, da uns nur die Ablagerungen zur Untersuchung zur Verfügung stehen.

Die bekanntesten plinianischen Eruptionen sind die des Krakatau, des Mount St. Helens und des Pinatubo, auf die bereits anfangs hingewiesen wurde.

Plinianische Eruptionen ereignen sich in der Regel nach längeren (Monate, Jahre, Jahrzenten oder -hunderten) Ruhepausen; dabei wird in der Regel differenziertes Magma gefördert (Andesite - Dazite - Rhyolite). Die Eruptionen selbst dauern oft nur 1-3 Tage!

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Schema plinianischer Eruptionen

Schemazeichnung plinianischer Eruptionen

Mt. St. helens Eruption
Foto: USGS                                                     

Das klassische Bild einer plinianischen Eruption: Der Mount St. Helens im Jahre 1980.