simulierte Temperaturverteilung in einer Eruptionsäule mit Aschenstrom

PD Dr. Ulrich Knittel:
Vulkanismus

Lektion 3:
Hawaiianische Eruptionen
3B: Schlackenkegel


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Schlackenkegel

Wie erwähnt fällt das meiste durch Lavafontänen hochgeschleuderte Material wieder in den Krater zurück. Die Schlacken, die etwas weiter weg fallen, bauen um den Eruptionspunkt herum einen Schlackenkegel auf (Bild rechts). Schlackenkegel haben in der Regel Durchmesser zwischen 250 und 2500 m, ihre Höhe beträgt meist etwa ein Fünftel des Durchmessers. Da Schlackenkegel in der Regel schnell erodiert werden, kann ihr Zustand genutzt werden, ihr Alter abzuschätzen (das wurde z.Bsp. für die Schlackenkegel der Eifel gemacht); wichtig dabei ist jedoch eine gute Kenntnis der Klimageschichte der Region.

Schlackenkegel bestehen typischerweise aus Schweißschlacken, da die Lavafetzen beim Auftreffen auf der Erdoberfläche meist noch so heiß sind (Foto rechts oben), daß sie deformierbar sind und miteinander verschweißen können. Die einzelnen Schweißschlacken haben ungefähr die Größe von Kuhfladen. Sie sind meist recht blasig, wobei die Blasen im Inneren der Fladen größer sind, als in den Randbereichen, da das Innere der Fladen noch flüssig war, als die Kruste schon erstarrt war.

Für die meisten Menschen sind jedoch Lavaströme das typische Produkt hawaiianischer Eruptionen.

Pu'o O'o Eruption
Foto: USGS

Aufbau eines Schweißschlacken-Kegels um den Krater des Pu'u O'o, Hawaii. Schweißschlacken, Mosenberg, Eifel
Foto: u.knittel

Schweißschlacken am Kraterwall des Mosenberges bei Manderscheid, Westeifel.