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Arbeitskreis |
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Die Lagerstättenforschung befaßt sich mit der Entstehung, Aufsuchung, Bewertung und Nutzung von metallischen und nichtmetallischen mineralischen Rohstoffen. Gemeinsam mit anderen Disziplinen der Geowissenschaften, wie vor allem der Geochemie, Petrologie und Angewandten Mineralogie, leistet sie Beiträge zu einem besseren Verständnis von Bedingungen und Prozessen der Stoffanreicherung und -dispersion in komplexen Geosystemen. Darüber hinaus liefert sie Grundlagen und Methoden für die technische, ökonomische und ökologische Bewertung des Nutzungs- und Risikopotentials von Geomaterialien und ihrer Lagerstätten und leistet damit wesentliche Beiträge sowohl zur Sicherstellung der Versorgung mit mineralischen Rohstoffen als auch zu deren ressourcen- und umweltschonender Gewinnung. |
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Der Arbeitskreis Lagerstättenforschung bietet Kolleginnen und Kollegen aus Universitäten, Industrie und Behörden, die sich mit der lagerstätten- und rohstoffbezogenen Grundlagenforschung bzw. der Angewandten Lagerstättenforschung beschäftigen, ein informelles Forum, das der Förderung des Erfahrungsaustausches und der Zusammenarbeit der Mitglieder dienen soll. Gleichzeitig sollen Kontakte und Kooperationen mit fachverwandten Gesellschaften, Organisationen und Arbeitskreisen initiiert bzw. weiterentwickelt werden. Hinsichtlich des Engagements für die Lagerstättenforschung auf nationaler Ebene bringt die DMG die besten Voraussetzungen mit, da sich in diesem Kontext eine akademische Vernetzung zwischen der Lagerstättenforschung und angrenzenden Fachgebieten wie Geochemie, Petrologie, Angewandter und Technischer Mineralogie als auch der Kristallographie ergibt. Der Arbeitskreis Lagerstättenforschung sieht seine Funktion in erster Linie in der Planung, Organisation und Durchführung von Kompaktkursen im Rahmen des Weiterbildungsprogramms der DMG, der Mitgestaltung des wissenschaftlichen Programms bei Jahrestagungen der DMG durch Einbringen lagerstättenkundlicher Themen, der Beratung und Mitarbeit bei der Entwicklung von Ausbildungsplänen an Hochschulen und der Kooperation mit Sektionen und Arbeitskreisen der DMG und anderen Gesellschaften. |
Mitteilungen aus dem AKL Die letzte Mitgliedersitzung des AKL fand am 19. September 2004 in Karlsruhe mit der Neuwahl der Sprecherin/des Sprechers sowie der Vertreterin/der Vertreters der Arbeitsgruppe statt. Der amtierende Sprecher, Franz Michael Meyer, Aachen, sowie die Stellvertreterin, Frau Prof. Dr. Doris Stüben, Karlsruhe, wurden wieder gewählt. Die von der Mitgliederversammlung geführte Diskussion über Aufgaben und Ziele des AKL ergab folgendes Bild: Der Arbeitskreis sieht seine Aufgaben in der Mitgestaltung des wissenschaftlichen Programms der DMG-Jahrestagungen, in der Organisation und Durchführung von Doktorandenkursen im Rahmen des Weiterbildungsprogramms der DMG sowie in der Kooperation mit lagerstättenbezogenen Fachausschüssen und Sektionen anderer Gesellschaften. Konkret wurde vorgeschlagen, ein jährliches Treffen des Arbeitskreises im Rahmen des Statusseminars "BGR-Hochschulvergabeprojekte zur Lagerstätten- und Rohstoff-Forschung" in Hannover durchzuführen. Da dieser Termin ebenso von dem Forschungskollegium Lagerstätten (FKL) und dem Fachausschuss Lagerstätten (FAL) der GDMB wahrgenommen wird, würde dieses gemeinsame Treffen gleichzeitig eine Bündelung der Interessen und Aktivitäten und damit eine bessere Vernetzung der Lagerstättenforschung bedeuten. Ein fester Programmpunkt dieser Veranstaltung soll ein Lagerstättensymposium sein, in dem Vorträge und Poster von jungen Lagerstättenforschern präsentiert werden können. Da die bisher durchgeführten DMG/AKL Doktorandenkurse "Möglichkeiten zur radiometrischen Datierung von Lagerstätten" (Prof. Dr. U. Haak, Giessen) und "Fluideinschlussuntersuchungen in der Lagerstättenforschung" (Prof. Dr. R. Klemd, Würzburg) mit großem Interesse und Zuspruch aufgenommen wurden, werden weitere Kurse geplant. Ein interessantes Thema könnte "Erzmikroskopie und Sulfidthermochemie" sein. Die nächste große nationale Veranstaltung mit lagerstättenkundlichen Themen ist die Jahrestagung der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft, die vom 18. - 21. September 2005 in Aachen stattfindet. Die Leitung des Symposiums S04 "Mineralische Lagerstätten und deren nachhaltige Nutzung" hat Dr. Thomas Oberthür aus der BGR Hannover übernommen. Zur Zeit liegen über 30 Anmeldungen für Vorträge und Poster vor. In diesem Zusammenhang soll nochmals darauf hingewiesen werden, dass die DMG aus Mitteln der Ramdohr-Stiftung jährlich den Paul-Ramdohr-Preis an junge DMG-Mitglieder verleiht, die bei der Jahrestagung der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft einen besonders guten Vortrag gehalten oder ein entsprechend gutes Poster präsentiert haben. Die Auszeichnung ist zurzeit mit € 1.000 dotiert. Das nächste Treffen der AK Mitglieder ist im Rahmen der DMG Jahrestagung in Aachen geplant. |
Leiter des Arbeitskreises |